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Spreewald Info

Ihr Urlaub im Spreewald

Der Naturschutz im Spreewald

Naturschutz im SpreewaldUm den Spreewald mit seiner reichen Tier- und Pflanzenwelt zu schützen, wurde er 1990 zum Biosphärenreservat erklärt. Seit 1991 steht der Spreewald unter der Schirmherrschaft der UNESCO.

Der Spreewald ist die bedeutendste Reiseregion Brandenburgs und zieht jährlich viele Besucher an.  Neben den traditionellen Kahnfahrten wird geradelt, gepaddelt, geskatet und gewandert… und das immer mitten durch die Heimat geschützter Tiere und Pflanzen.

Und das liegt uns am Herzen: Ein Miteinander von Mensch und Natur ist wichtig!
Das stete Bemühen um den Erhalt unserer einmaligen Naturlandschaft sollte von Allen respektiert werden.

Und auch mit kleinen Maßnahmen helfen Sie mit:
Bitte bleiben Sie während Ihrer Touren durch den Spreewald auf den ausgewiesenen Wegen. Abfall gehört in den Mülleimer oder nehmen Sie Ihren Müll mit nach Hause.

Nutzen Sie für „Dringlichkeiten“ öffentliche Toiletten. Pflücken Sie keine Pflanzen. Rasten Sie bitte nur an den dafür ausgewiesenen Stellen und nicht mitten in der Landschaft. Fangen Sie keine Libellen, Frösche, Käfer…

Verhaltensregeln für Wasserwanderer

Wer durch das Flußlabyrinth im Spreewald paddelt, sollte folgende Verhaltensregeln beachten:

  1. Verlassen Sie Ihr Boot nur an den Wasserwanderrastplätzen, Schleusen oder den befestigten Ausstiegen. Die Uferzonen der Fließe und Seen mit Schilfgürteln und Wasserpflanzen sind "Wohnstuben" von Fischen und Wasservögeln. Stören Sie dort nicht.

  2. Der Spreewald braucht seine Nachtruhe. Gehen Sie rechtzeitig "an Land", damit nachtaktive Tiere nicht gestört werden. Das Paddeln ist nur bis eine Stunde nach Sonnenuntergang gestattet. Danach ist die Stunde der Abendsegler und Eulen. Sie können ihnen vor ihrem Zelt zuschauen.

  3. Genießen Sie die Stille auf den Fließen – so haben Sie die Chance, Tiere zu beobachten.

  4. Einige Fließe führen durch besonders empfindliche Lebensräume und sind deshalb gesperrt.

  5. Übrigens, unsere Libellen sind sehr kontaktfreudig. Wer hier ruhig verweilt, den wählen sie sich als Landeplatz. Ein ungefährliches und unvergessliches Erlebnis.

  6. Auf die Wassertiefe sollten Sie achten und flache Fließe meiden. Die Gewässersohle ist unter anderem Lebensraum für Muscheln. Diese sind natürliche Filter für die Fließe, denen der Kontakt mit ihrem Boot gar nicht bekommt.

  7. Bei Wassermangel kann selbst die Fahrt auf sonst gut passierbaren Fließen eingeschränkt sein. Nutzen Sie dann die Spree, die genug Tiefe bietet.

  8. Deshalb noch eine Bitte: Der Spreewald geht durch trockene Zeiten. Die natürliche Abflussmenge reicht im Sommer nicht mehr für die vielen Fließe. Nutzen Sie an den Schleusen die Bootsschleppen und Rollen, denn jeder Schleusengang erhöht den Abfluss.

  9. Gewähren Sie Kähnen stets die Vorfahrt. Führt Ihre Tour nach Lehde, berücksichtigen Sie bitte das zeitweilige Durchfahrtsverbot für Paddelboote.

  10. Gefährlich werden kann es bei starkem Wind auf den Seen im Unterspreewald. Fahren Sie dort sicherheitshalber in Ufernähe.

  11. Das Übernachten oder Zelten sowie das Einsetzen der Boote ist nur auf den ausgewiesenen Plätzen erlaubt. Ebenso das Grillen oder das Entzünden eines Feuers.

(Quelle: Landesumweltamt Brandenburg)


Zonen des Biosphärenreservates Spreewald
Der Spreewald ist in vier Schutzzonen gegliedert, die folgende Aufgaben und Ziele haben:

Schutzzone I: Die Kernzone
Die Kernzone umfaßt 2% des Spreewaldes. Hier ist noch Natur pur und in seiner Ursprünglichkeit vorhanden, vorrangig hohe, dichte Wälder. Die Kernzone darf nicht betreten werden.

Schutzzone II: Die Pflegezone
18% des Spreewaldes sind dem besonderen Schutz der Tiere und Pflanzen gesichert. Biotop- und Artenschutz stehen in der Pflegezone im Vordergrund.

Schutzzone III: Entwicklungszone
Den größten Teil des Spreewaldes nimmt die Entwicklungszone ein, circa 80%. Die gesamte Entwicklungszone im Spreewald ist ein Landschaftsschutzgebiet.  Das Landschaftsbild wird erhalten. Sie dient vorrangig der Erholung.

Schutzzone IV: Regenerierungszone
Teilbereiche der Entwicklungszone sind bereits geschädigt und liegen somit in der Regenerierungszone. Hier steht im Vordergrund, das die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und die Vielseitigkeit der Kulturlandschaft wieder hergestellt werden muß.